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Warum heißt der Fliegenpilz eigentlich Fliegenpilz?
Ein Fliegenpilz hat einen roten Hut mit weißen Punkten. Er ist giftig.
Einer Fliege sieht der Pilz überhaupt nicht ähnlich. Sie hat aber trotzdem etwas mit seinem Namen zu tun: Früher nutzte man das tödliche Gift des Pilzes, um lästige Fliegen und andere Insekten zu bekämpfen.
Stücke des Fliegenpilzes wurden zusammen mit Zucker in Milch eingeweicht oder gekocht. In Zimmern, in denen es viele Fliegen gab, wurde die giftige Milch in Schalen aufgestellt. Die Fliegen ließen sich die Milch nichts ahnend schmecken und dann starben sie. Beobachtet man die so "getöteten" Insekten jedoch auch nach ihrem Herunterfallen noch ein Weilchen, so wird man feststellen, dass sie lediglich betäubt sind und nach einer kurzen Zeit wieder auf und davon sind. Doch immerhin lässt sich auf diesen Effekt der scheinbaren Fliegentötung der Name des Fliegenpilzes herleiten. Im Kräuterbuch des Johannes Hartlieb um 1440 heißt er noch "Mucken Swamm", auf lateinisch "muscinery"; Immerhin lässt sich so das "muscaria" im lateinischen Namen des Fliegenpilzes herleiten.
Warum gilt der Fliegenpilz (Glückspilz) als Glücksbringer?
Ganz geklärt ist es nicht, aber nachvollziehbar ist diese Theorie: In der altnordischen Sagenwelt heißt es, dass die Berserker, so nannte man die in Bärenfell gehüllten Krieger, sich mit kultischen Übungen und kleinen Fliegenpilzmengen in Ekstase brachten um sodann unerschrocken zu kämpfen. Si e galten im Kampf als ungewöhnlich stark und unverletzlich.
Da der Fliegenpilz giftig ist (in ihm ist die rauschgiftähnlich wirkende Ibotensäure enthalten), wirkten kleine Mengen berauschend, was wiederum auch eine ganz plausible Erklärung wäre, warum der Pilz ein Glückssymbol wurde.
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